Dachstuhlbrand Duderstadt - 07.09.2012

Text : Eichsfelder Tageblatt - 07.09.2012

Die Ortfeuerwehr Westerode wurde um 10:26 Uhr alamiert und war mit 7 AGT Trägern vor Ort. Der Einsatz war für uns um 20:10 Uhr beendet.

Obergeschoss und Dachstuhl brennen aus

Ein Feuer hat am Freitag, 7. September, das Mehrfamilienhaus in der Göttinger Straße 10 stark beschädigt. Ob es abgerissen werden muss, entscheidet ein Gutachter.

Das Haus in der Göttinger Straße brennt seit Stunden: Die Feuerwehr ist mit zwei Drehleitern im Einsatz.© Thiele

 

Duderstadt. Ein 41-jähriger Hausbewohner wurde durch eine Rauchgasvergiftung leicht verletzt, weitere Anwohner waren nicht im Haus. Die Höhe des Schadens und die Brandursache sind noch unklar.

Um 9.54 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr in Duderstadt ein. Das Feuer war aus noch ungeklärter Ursache im ersten Obergeschoss ausgebrochen und hatte sich durch die Decke ins Dachgeschoss gefressen. Dichter Rauch strömte aus den Fenstern und durch das Dach.

80 Einsatzkräfte im Einsatz

Die Feuerwehren aus Duderstadt, Mingerode, Westerode, Hilkerode, Tiftlingerode, Esplingerode, Göttingen und die Werksfeuerwehr von Otto Bock löschten gemeinsam. „Rund 80 Einsatzkräfte sind hier gebunden“, sagte Einsatzleiter Thorsten Krone. Zwei Drehleitern waren im Einsatz, eine von Otto Bock und eine von der Berufsfeuerwehr in Göttingen. Der Duderstädter Leiterwagen wird zurzeit in Karlsruhe repariert.

"Die Einsturzgefahr war zu groß"

Nachdem die ersten großen Flammen gelöscht wurden, arbeiteten sich Feuerwehrmänner mit Atemschutzgeräten durch das Haus. Das wurde jedoch schnell zu gefährlich, sodass die Einsatzkräfte nur noch von außen löschen konnten. „Die Einsturzgefahr war zu groß“, sagte Krone. Das Dach fiel auch wenig später zusammen, kleinere Brandherde brachen immer wieder aus.

„Wir mussten Stück für Stück die Dachhaut öffnen und die Glutnester und Brandherde löschen“, erklärte Krone. Die Bauweise des Hauses an der Göttinger Straße mit Teerplanen unter dem Dach erschwerte die Arbeiten. Zudem ist das Haus tiefer als breit, und die Feuerwehr konnte mit Leiterwagen nur von der Straßenseite aus löschen. Der Dachstuhl des Wohnhauses brannte komplett aus, die Einsatzkräfte konnten ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser verhindern. Schaden entstand am Verbindungsbau zum benachbarten Haus. 

Löschschaum

Die Feuerwehr setzte Löschschaum ein. „Das war notwendig, da wir nicht genau wussten, welche Substanzen brannte und diese nur mit Wasser nicht zu löschen waren“, erklärte Krone.

Für die Löscharbeiten wurde die Göttinger Straße zwischen der Northeimer Straße und dem Ring bis in die Abendstunden gesperrt. Verkehrsteilnehmer mussten das Stück umfahren. Neben den Feuerwehren waren auch die Polizei, ein Verpflegungszug des Deutschen Roten Kreuzes und Notärzte am Brandort. Das ist bei einem Brand üblich. Die Ärzte greifen auch schnell ein, wenn sich Feuerwehrleute oder Passanten verletzen.

mke



 

 

 Kim-Nils Lichtenberg · 05/2009