Brand Stallgebäude in Werxhausen - 17.03.2010

Text: Kuno Mahnkopf, "Eichsfelder Tageblatt
Fotos: Einsatzdokumentation der Stadt Duderstadt - Michael Bund

 

170 Schweine werden Opfer der Flammen

Brandursache bislang unbekannt , Schadenshöhe auf ca. 150.000 € erhöht
 

Für rund 170 Mastschweine ist in der Nacht zum Mittwoch eine brennende Scheune bei Werxhausen zur Todesfalle
geworden. Mehr als 50 weitere Tiere konnten laut Auskunft der Feuerwehr aus einem angrenzenden Stallbereich
des Aussiedlerhofes gerettet werden. Die Scheune, in deren Obergeschoss Stroh gelagert war, brannte komplett aus,
ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus der siebenköpfigen Familie konnte verhindert werden.

                                                                              Erste Lage auf Sicht

 Menschen kamen bei dem Großbrand nicht zu Schaden, Familienmitglieder konnten bei Verwandten unterkommen.

 

Als der geschädigte Landwirt gegen 2.30 Uhr durch Knistern aus dem Schlaf gerissen wurde und aus dem Fenster
blickte, schlugen die Flammen bereits aus dem Scheunendach. Bei Ankunft der sofort alarmierten Einsatzkräfte
stand die Scheune lichterloh in Flammen. Acht Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Helfer ein und
begannen unverzüglich mit Löscharbeiten. Priorität hatte für die Brandschützer, ein Übergreifen der Flammen auf
das benachbarte Wohnhaus sowie Nebengebäude zu verhindern und Tiere aus einem separaten Teil des
verwinkelten Wirtschaftsgebäudes zu retten. 

                                                                            Überlebende Tiere 

Eine Zwischendecke, die einzustürzen drohte, musste abgerissen werden. „Es bestand keine Möglichkeit mehr,
in den unteren Stallbereich zu gelangen“, sagt Duderstadts Stadtbrandmeister Stefan Schindler.

 Dort erstickten und verbrannten rund 180 Schweine, die in Kürze schlachtreif gewesen wären. Die Kadaver wurden
vom Abdecker mit einem Container abgeholt und entsorgt.

 

Bis 6 Uhr hatten die Feuerwehrkräfte den Brand unter Kontrolle. Die Nachlösch- und Räumarbeiten dauerten
allerdings den ganzen Tag über an. Die Kreisstraße, an der der Aussiedlerhof liegt, blieb für den Verkehr gesperrt.
Das Stroh, in dem immer wieder Glutnester aufflammten, musste in Handarbeit abgetragen werden, Trümmer
wurden mit einem Radlader beiseite geschafft.

Da der Brandort  noch nicht betreten werden konnte, werden erst am Folgetag Ermittlungen zur Brandursache
aufgenommen. Der Schaden wurde von der Polizei zunächst auf rund 75000 Euro geschätzt, liegt aber
voraussichtlich im sechsstelligen Bereich.

                                                      Der Gebäudeteil mit den verendeten Schweinen 

Im Einsatz bei dem nächtlichen Brand waren laut Schindler rund 100 Feuerwehrleute, die vom DRK-Verpflegungs-
trupp versorgt wurden.

Neben dem Duderstädter Löschzug mit Drehleiter und der Werxhäuser Ortswehr mit Ortsbrandmeister Markus
Burchard rückten auch die Wehren aus Desingerode, Esplingerode, Nesselröden und Westerode aus.

              Die Stallungen von oben, in denen die Feuerwehrkräfte per Hand die Tierkadaver herausholten

Ebenso im Einsatz waren die Feuerwehren aus Breitenberg, Immingerode und Gerblingerode mit Schlauchanhänger,
um eine Löschwasserleitung für die Drehleiter von der Nathe am Rosentaler Hof zum Einsatzort zu legen.  +Text-Ende+

                                       Einsatzende für die Ortsfeuerwehr Werxhausen war um 18.55 Uhr

                                                                                         Geräumte Stallungen

                                                                         Rückansicht der Stallungen

 

 Kim-Nils Lichtenberg · 05/2009